Dienstag, 1. Mai 2007

SSRI für den Hund

Ich halte eigentlich viel von Psychopharmaka, aber ich sehe auch Grenzen. Und wieder einmal trifft es die Firma Lilly, die aus meiner Sicht die Grenzen des guten Geschmacks bei weitem zu Gunsten von wirtschaftlichen Interessen überschreitet.

Leidet ihr Hund unter Trennungsangst? Angeblich würden Marktuntersuchungen von Lilly belegen, das 10.7 Millionen oder bis zu 17 Prozent der Hunde in den USA unter Trennungsangst leiden würden. Lilly kommt auf die aus meiner Sicht völlig abartige Idee, einen Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer in hundgerechter Darreichung auf den Markt zu schmeissen. In der Ankündigung wird dann noch dargestellt, dass dies mit einer Verhaltenstherapie kombiniert werden sollte.

Ich glaub mein Schwein pfeifft. Mit einer derartigen Idee wird man vielleicht einen neuen Markt aufmachen, dafür aber die sicher begründete Therapie mit Psychopharma bei Menschen für Kritiker weiter erschweren.

Mit solchen Methoden wird doch einmal mehr deutlich, dass es der Firma mehr um den Profit als um den Verstand gehen kann. Es tut mir leid, aber irgendwo ist eine Grenze erreicht. Hier die Nachricht, die ich eigentlich für einen Aprilscherz halten müsste...

Eli Lilly And Company Introduces Reconcile(TM) For Separation Anxiety In Dogs
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