Montag, 21. Dezember 2009

Bing Eating Störung : Fressanfälle und ungezügeltes Essverhalten

Heisshungeranfälle bei Frauen : die unerkannte Not bei Fressanfällen und ungezügeltem Essverhalten.
Eine neue Studie ermittelte in einer Telefonbefragung eine erschreckend hohe Prozentzahl von Frauen, die unter Essanfällen bzw. Heisshungerattacken im Sinne einer sogenannten Binge-Eating-Störung leiden. Hierunter verstehen Experten Fressanfälle mit der Aufnahme extrem hoher Lebensmittelmengen (im Extremfall über 10000 kcal) innerhalb weniger Stunden mit anschliessenden Selbstvorwürfen, Schuldgefühl und Scham. Dabei gelingt es den Betroffenen nicht, dem inneren Drang zu widerstehen bzw. sich in einem Essanfall zu zügeln und den Esssanfall zu unterbrechen bzw. zu beenden.



Fast 14 Prozent der telefonisch befragten Frauen mittleren Alters beschreben dabei, dass sie an ein bis 5 Essanfälle über 7 mal im Monat haben. Bei 2,5 Prozent dieser Frauen war ein anschliessendes bulimisches Verhalten mit selbst-induziertem Erbrechen, die Einnahme von Abführmitteln oder exzessivem Sport zu ermitteln, was für eine Bulimie spricht.



28 Prozent aller befragten Frauen treiben exzessiv Sport allein mit dem Ziel der Gewichtskontrolle bzw. Gewichtsreduktion.

Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Binge-Eating-Störung immer noch häufig heimlich und mit grossen Scham- und Schuldgefühlen verknüpft ablaufen muss. Ein derart gestörtes Essverhalten bedarf therapeutischer Behandlung, da eigene Anstrengungen der "Selbstkontrolle" regelmässig scheitern.
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