Sonntag, 7. Oktober 2012

Bluthochdruck : Melatonin zur Schlafverbesserung bei Betablocker-Therapie ?

Viele Patientinnen und Patienten beklagen unter einer Medikation mit Blutdruckmedikamenten wie Betablocker über schlechten Schlaf. Eine neue Studie untersuchte jetzt, ob sich durch die Gabe des Schlafhormons Melatonin eine Verbesserung des Schlafs und damit indirekt auch der Blutdruckeinstellung erzielen lässt.

Melatonin selber ist eigentlich kein Schlafmedikament, sondern steuert den Schlaf-Wach-Ryhthmus. Sogenannte zirkadiane Störungen, bei denen das körpereigene Signal für Müdigkeit nicht zum richtigen Zeitpunkt gesendet bzw. nicht beachtet wird, werden heute u.a. bei Adipositas aber eben auch bei Blutdruckproblemen zunehmend beachtet.

Die Schlafqualität der Probanden mit Melatonin-Behandlung verbesserte sich nachhaltig. So schliefen sie 37 Minuten mehr als eine Vergleichsgruppe ohne Melatonin-Gabe, wobei speziell die erholsamen und für die Regulation von Körpervorgängen wichtigen Traumschlafphasen (REM-Schlaf) ganz deutlich zunahmen. 

Aus meiner Sicht ein sehr interessanter Ansatz, da die Behandlung mit Melatonin im Gegensatz zu herkömmlichen Schlaftabletten sehr gut toleriert und nebenwirkungsarm ist und auch keine Probleme beim Absetzen wie bei anderen Schlafmitteln auftreten

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