Dienstag, 26. Juni 2007

10 Medizinische Warnzeichen

Die amerikanische Mayo Klinik veröffentlichte in ihrem Gesundheitsnewsletter eine Liste von Warnhinweisen, die eine dringliche medizinische Untersuchung erfordern. Hier sind also 10 häufige Gesundheits-Beschwerden, die unbedingt weiter untersucht und behandelt werden sollten

1. Gewichtsverlust
Ein unerklärter Gewichtsverlust von über 5 Prozent in einem Monat oder von über 10 Prozent des Ausgangsgewichtes innerhalb der letzten 12 Monate kann auf eine ganze Reihe von Krankheiten hinweisen. Hierzu gehört eine Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose), eine Lebererkrankung, Krebs oder aber andere Erkrankungen, bei denen der Körper bestimmte Stoffe nicht aufnehmen oder verstoffwechseln kann.

2. Anhaltendes Fieber
Länger anhaltendes Fieber sollte immer dann abgeklärt werden, wenn es über eine Woche oder länger besteht. Neben möglichen Entzündungen bzw. Infektionen können eben auch andere chronisch oder akut verlaufende Erkrankungen (einschliesslich Tumore) mit Fieber einhergehen.

3. Atmennot
Wenn sie nicht (mehr) genügend Luft bekommen oder sich kurzatmig fühlen kann dies ein medizinischer Notfall sein. Auch hier gibt es zahlreiche Erkrankungen mit dem Leitsymptom Luftnot. Neben Astma und Herzerkrankungen gehören aber auch Angsterkrankungen (z.B. Panikstörung) dazu. Plötzlich auftretende Luftnot kann auf eine Lungenembolie hindeuten.

4. Verdauungsbeschwerden
Wenn sich der Stuhlgang akut bzw. über eine längeren Zeitraum ändert, so kann neben einer bakteriellen oder viralen Entzündung eben auch Darmkrebs eine Ursache sein, die man so früh wie möglich erkennen sollte. Mögliche Warnzeichen im Darm sind :
- Schwerer Durchfall länger als 2 Tage
- leichterer Durchfall länger als 1 Woche
- Verstopfung über mehr als 2 Wochen
- Plötzlich Stuhldrang
- Blutbeimengungen im Stuhl (blutiger Durchfall)
- Teerstuhl (pechschwarzer Stuhl)

5. Psychische Veränderungen
Wenn sich das Verhalten plötzlich deutlich verändert, sollte man auch an eine Erkrankung im Gehirn denken. Warnzeichen sind dabei besonders :
- akute Verwirrung
- Krampfanfälle
- plötzlich neu auftretendes aggressives Verhalten
- Wahnerleben und Halluzinationen

6. Kopfschmerzen
Neu einsetzende und starke Kopfschmerzen müssen gerade bei über 50 jährigen als Alarmzeichen bewertet werden. Damit sind nicht die chronischen Kopfschmerzen (Spannungskopfschmerz oder Migräne) gemeint, sondern blitzartig neu einsetzende Schmerzen. Auch Kopfschmerzen, die mit Nackensteifigkeit, Fieber, Verwirrung, Sehstörungen oder gar Krampfanfällen einhergehen erfordern umgehende notfallmässige Behandlugn. Weitere Warnzeichen im Zusammenhang mit dem Leitsymptom Kopfschmerz sind Sprachstörungen, Schwäechegefühl oder Schwindelsymptome.

7. Neurologische Warnzeichen TIA
Kurzzeitiger Sehverlust, Unfähigkeit zu Sprechen oder den Arm oder das Bein zu bewegen, können Vorboten eines Schlaganfalls sein. Die Transitorische ischämische Attacke (TIA) ist ein Notfall, der sofotige Behandlung in einer Klinik mit einer sog. Stroke-Unit erfordert.

8. Lichtblitze im Auge
Die Wahrnehmung von Lichtblitzen kann ein Warnzeichen für eine Schädigung im Auge sein. Suchen Sie unmittelbar einen Augenarzt auf.

9. Völlegefühl nach kleiner Mahlzeit
Wenn Sie sich früher als normal "voll" fühlen, wenn sie gegessen haben, kann auch dies ein Warnsymptom sein. Völlegefühl, Appetitlosigkeit und Schluckbehinderungen können auf Magen-Darmerkrankungen wie Magenkrebs, Bauchspeicheldrüsenveränderungen und andere Erkrankungen hinweisen.

10. Gelenkschwellungen
Heisse und gerötete Gelenke können bei Infektionen der Gelenke oder aber bestimmte Formen einer Arthritis (z.B. Autoimmunerkrankungen) auftreten und sollten ebenfalls Anlass einer ärztlichen Untersuchung sein.

Quelle :
Mayo Clinic - Ten Symptoms Not to Ignore
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