Samstag, 30. Juni 2007

Fibromyalgie und Überempfindlichkeit

Chronische Schmerzsyndrome wie die Fibromyalgie werden heute zunehmend unter Aspekten einer kombinierten neurobiologischen Überempfindlichkeit eines "zentralen Sensitivitätssyndroms = central sensitivitiy syndrom css)im Zusammenwirken mit psychosozialen Belastungen gesehen.

Dabei ergibt sich ein ganzes Spektrum von "verwandten" Symptomen und Erkrankungen, die man auf eine Überempfindlichkeit bzw. besondere Sensitivität in bestimmten Körper- bzw. Gehirnregionen zurückführen kann. Neben Schmerzen können Müdigkeit bzw. stark nachlassende Leistungsfähigkeit unter bestimmten Belastungssituationen auftreten. Depressive Symptome sind aufgrund der zunehmenden Beeinträchtigungen und Einschränkungen häufig.

Neben dem häufig auch (wohl fälschlich) als "Weichteilrheuma" zugeordnetem Fibromyalgie-Syndrom werden zunehmend auch bei der Migräne, dem Reizdarm oder Reizmagen und dem Restless-Leg-Syndrom entsprechende Auffälligkeiten beschrieben.
Neben Schlafstörungen und Depressionen findet sich dann auch eine besondere Stressempfindlickeit.

Diese Gruppe von Erkrankungen sind somit keine "Einbildungen" sonderne beruhen auf neurobiologischen Veränderungen in der Schmerz- bzw. Sinneswahrnehmungen. Durch psychosoziale Belastungen bzw. die zunehmende Einengung der Wahrnehmung auf die Beeinträchtigunge können aber die Veränderungen im Zentralen Nervensystem noch weiter verstärkt werden.
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