Sonntag, 22. Juli 2007

Pillen zum Abnehmen schlecht bei Depressionen

Im Deutschen Ärzteblatt wird auf mögliche Gefahren der "Abnehmpille" Acomplia hingewiesen. Bei Patienten mit zusätzlichen psychischen Problemen, insbesondere einer Depression kann es zu ganz erheblichen Problemen mit einer Selbstmordgefahr kommen. Deutsches �rzteblatt: Nachrichten "Abmagerungsmittel: Kontraindikationen, aber kein Verbot von Acomplia�"

Nun ja, die scheinbar so einfache Lösung mit einer Pille zum Abnehmen ist vermutlich für die wenigsten Menschen eine gute Wahl. Wenn es nicht gelingt, über Änderung der Lebensgewohnheiten und der Ernährung eine kontinuierliche Gewichtskontrolle und langfristige Abnahme zu erzielen, spricht eine Menge für das Vorliegen einer psychogenen Essstörung, z.B. einer sog. Binge-Eating-Störung. Erfahrungsgemäss sind diese Patienten dann eben sehr häufig auch depressiv bzw. weisen Stimmungsschwankungen auf. Nicht selten finden sich eben leider auch begleitende Persönlichkeitsstörungen. Nicht jede Patientin oder jeder Patient mit Adipositas wird diese Risikofaktoren aufweisen. Aber ohne eine ärztliche Begleitung und kontinuierliche Überwachung der Psyche wird es kaum gelingen. Damit wäre Acomplia sicher die schwierigere Wahl und alles andere als eine einfache Lösung zum schnellen Abnehmen.
Kommentar veröffentlichen

Interessante Paychologie und Psychiatrie Blog-Posts