Samstag, 1. September 2007

Neuer Therapieansatz bei Migräne?

Wenn sich bewahrheitet, was eine neue Studie zur Migräne herausgefunden hat, könnte sich das bisher bei der Alzheimer-Erkrankung eingesetzte Medikament mit dem Wirkstoff Memantine als hilfreich bei der Migräne erweisen.

Schon länger ist bekannt, dass Frauen häufiger Kopfschmerz vom Migräne-Typus mit Übelkeit, Lichtempfindlichkeit und Erbrechen aufweisen. Dabei sind etwa dreimal mehr Frauen als Männer von diesem Kopfschmerztyp betroffen. In einer Untersuchung wurden jetzt mögliche Auslöser (Trigger) identifiziert, die daran beteiligt sind. Forscher haben nun im Tiermodell eine Phänomen beschrieben, das sie CSD = Cortical spreading depression benennen. Damit sind letztlich sich ausbreitende Hirnerregungen in den neuronalen Netzwerken gemeint, die auf die Erregbarkeit des Gehirn s einen Einlfuss haben. Dabei zeigte sich, dass Memantine diese Erregungswellen eindämmen konnte.

Dies ist durchaus interessant, da auch Patienten mit einer ADHS-Symptomatik ähnliche Berichte unter Memantine gemacht haben und schildern, dass ihre Instabilität im Wahrnehmungs- und Erregungssystem besser werden. Leider ist das Medikament (bei uns als Axura oder Ebixa) eben für diese Indikationen nicht zugelassen und recht teuer.

Neuer Therapieansatz bei der Migräne?
Kommentar veröffentlichen

Interessante Paychologie und Psychiatrie Blog-Posts