Dienstag, 30. Juli 2013

Sexuelle Nebenwirkungen von SSRI Antidepressiva

Lange Zeit wurden Nebenwirkungen bzw sexuelle Probleme unter der Gabe von Antidepressiva kleingeredet bzw. allein auf psychische Faktoren bzw. die zu behandelnde Grunderkrankung wie Depressionen, Angst oder Essstörungen zurück geführt. Dabei sind besonders bei den häufig eingesetzten Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (SSRI) sexuelle Dysfunktionen = Nebenwirkungen lange bekannt. Eigentlich sind es streng genommen WIRKKUNGEN, die aber eben nicht das gewünschte Ziel der Stimmungsveränderung erreichen, sondern sich auf die Beeinflussung der Serotonin-Konzentration im Körper beziehen. Nur etwa 5 Prozent des Serotonins sind im Gehirn zu finden, gerade im Magen-Darm-Trakt bzw. eben allgemein den "inneren Organen" sowie eben auch im Urogenitaltrakt spielt Serotonin eine sehr grosse Rolle. So wird ein Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer speziell auch zum Abnehmen beworben, ein anderes Präparat ist sogar bei sexuellen Störungen des Mannes auf dem Markt. Hier wird die häufig anzutreffende Verlängerung der Erektionszeit bei Patienten mit vorzeitigem Samenerguss therapeutisch ausgenutzt. Nun ist es aber so, dass eben in bis zu 50 (einige Quellen sprechen sogar von bis zu 80 Prozent) der Patienten unter der Gabe von Antidepressiva Erektionsstörungen, Libidostörungen wie ein schwer oder gar nicht zu erreichender Orgasmus oder andere Probleme auftreten. Männer seien dabei häfuger als Frauen betroffen. Typischerweise besteht dabei eine Dosis-Wirkungsbeziehung. Je höher also die eingesetzte Medikamentendosis, desto häufiger auch die Nebenwirkungen
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