Montag, 12. August 2013

Stress und depressives Grübeln von berufstätigen Frauen führt zu Schlafstörungen

Die Mehrfachbelastung als Mutter und berufstätige Frau stellt für sich schon eine Herausforderung für viele Berufstätige dar. Eine neue Familienstudie beleuchtet jetzt den Aspekt der zusätzlichen "mentalen Arbeit" durch die Beschäftigung mit den Problemen der Kinder bzw. in der Familie von berufstätigen Frauen.

Obwohl sich auch die berufstätigen Väter sich mit Erziehungsfragen der Kinder, Schulprobleme oder Mobbingerfahrungen der Kleinen, Stress mit Teenagern oder finanziellen Sorgen herumplagen müssen, gehen Frauen offenbar anders mit diesen Belastungsfaktoren um.

So zeigte sich, dass die berufstätigen Mütter auch während ihrer (bezahlten) Arbeitstätigkeit gedanlich häufiger mit den unangenehmen Herausforderungen zu Haus beschäftigt waren. Im Gegensatz zu der Vergleichsgruppe der Männer gelang es ihnen also einerseits nicht so gut, sich abzulenken bzw. sich auf konstruktive Sichtweisen am Arbeitsplatz einzustellen.

Zudem machten sie sich schlicht und ergreifend mehr bzw. häufiger Sorgen in Form von Grübeln und einem Ausmalen von negativen Folgen für sich bzw. ihre Kinder. So waren die Frauen ca 25 Prozent ihrer wachen Zeit mit entsprechenden Sorgen und Gedanken beschäftigt, deutlich weniger als die Vergleichsgruppe von Männern, die maximal 20 Prozent ihrer Wachzeit mit entsprechenden Grübelproblemen verbrachte.

Diese mentale Arbeit bzw. ständige innere Beschäftigung führte dann dazu, dass sie sich einerseits schlechter auf die Anforderungen am Arbeitsplatz fokussieren konnten. Schlimmer noch waren aber die Auswirkungen auf nicht erholsamen Schlaf mit entsprechenden Ein- und Durchschlafstörungen. Die wiederum entsprechende depressive Symptome verstärken dürften.

Nicht berücksichtigt wurden offenbar zusätzliche Belastungen etwa durch hyperaktive Kinder, Pflege von Angehörigen etc.

 
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