Dienstag, 11. November 2014

Depressionen in den Menopause

Psychische Störungen in der Menopause der Frau stellen eine ernsthafte Problematik dar und gehen u.a. mit einer erhöhten Selbstmordgefährdung einher.

Eine aktuelle Untersuchung bestätigt jetzt die Wirksamkeit von neuen Therapieansätzen über Achtsamkeit ("mindfulness") bzw. kognitive Therapietechniken der Verhaltenstherapie bei Depression in der Menopause.

Die Menopause ist eine natürliche Veränderung u.a. auf hormoneller Ebene, geht aber für viele Frauen mit zahlreichen körperlichen wie psychischen Veränderungen einher, die zu Beeinträchtigungen der Stimmung beitragen. Auch wenn es etliche Studien gibt, die auf die Wirksamkeit einer Hormonsubstitution allein bzw. in Kombination mit Antidepressiva in der Menopause hinweisen. Viele Frauen mit depressiven Störungen möchten auf Psychopharmaka oder eine Hormonsubstitution  verzichten. Nicht zuletzt weil sie mehr oder weniger mit Recht eine Gewichtszunahme unter Antidepressiva befürchten. Zwar gibt es durchaus medikamentöse Behandlungsoptionen über Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) bzw. Buproprion, die ohne eine Gewichtszunahme einen antidepressiven Effekt erreichen.

Umso wichtiger kann es dann sein, sich über psychotherapeutische Hifsangebote für Frauen in der Menopause Gedanken zu machen.

Die Ärztin Sheryl Green aus Ontario in Canada beschäftigte sich mit der Studienlage über die Psychotherapie bei Depressionen in der Menopause.
Sie fand insgesamt 5126 Studien, jedoch nur zwei Studien speziell zum Einsatz von achtsamkeitsbasierter Psychotherapie bzw. kognitiver Verhaltenstherapie in den Menopause.

In der einen Studie mit 169 postmenopausalen depressiven Frauen konnte über 16 Stunden Einzelpsychotherapie bei über der Hälfte der Frauen eine deutliche Abnahme der depressiven Symptome erzielt werden, 25 Prozent gaben eine vollständige Rückbildung der Depressionen an.

Auch eine weitere Studie mit 16 Sitzungen einer zweistündigen Gruppenpsychotherapie zeigte einen guten Therapieeffekt.

Dies bestätigten auch Untersuchungen zur sog. Achtsamkeitsbasierten-Stress-Reduktion, die sich heute zunehmender Beliebtheit bei Therapeuten und Patientinnen erfreuen. Hier werden Wahrnehmung und Achtsmamkeit angelehnt an buddhistische Prinzipien gelehrt und alltagsnah eine Anwendung von mehr Selbstachtsamkeit vermittelt.

Letztlich ist noch viel Forschung bzw. konkrete Hilfsangebote für Frauen mit postmenopausalen Beschwerden zu leisten. Wichtig ist aber, dass die kognitive Verhaltenstherapie bzw. achtsamkeitsbasierte Therapieangebote eine wirksame Hilfe bei Depressionen darstellen können.
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