Donnerstag, 5. April 2007

Migräne : Hilft doppelt besser?

Migräne : Eine medikamentöse Kombinationstherapie hilftreich ?


Kopfschmerzen vom Migräne-Typ sind durch attackenförmige ein- oder beidseitige Kopfschmerzen (häufig pulsierend) mit begelitenden Beschwerden wie Erbrechen oder Übelkeit, Licht- und Geräuschempfindlichkeit und manchmal auch mit begleitenden neurologischen Beschwerden charakteristiert. In den vergangenen Jahren konnten in der Behandlung u.a. durch eine relativ neue Medikamentengruppe (Triptane) eine deutliche Besserung für die Betroffenen erzeilt werden. Dennoch bleiben die Erfolge immer noch unbefriedigend, da die Migräne offenbar eine komplexe Störung ist, die ein mehrgleisiges Therapiekonzept erfordert.

Im amerikanischen Fachjournal JAMA wurde im April 2007 jetzt eine Kombinationsbehandlung von Sumatripran (aus der Gruppe der Triptane) und ein nicht-steroidales Antiphlogistikum (Naproxen) gegen Placebo getestet.

In 2 Studien wurden dabei über 1400 Probanden in 118 Kliniken in den USA mit mittelschweren Migräneattacken eingeschlossen. Sie erhielten entweder eine Tablette Sumatriptan (85 mg), Naproxen (500 mg) oder eine Kombination dieser 2 Tabletten bzw. Placebo (kein Wirkstoff).

Die Kombination von Sumatriptan und Naproxen erwies sich besonders in Hinblick auf die Begleitsymptome wie Erbrechen und Übelkeit bzw. anhaltende Beschwerdefreiheit in den nächsten 24 Stunden. In Hinblick auf mögliche Nebenwirkungen unterschieden sich die Versuchsgruppen mit dem Verumpräparat nicht signifikant.


JAMA. 2007;297:1443-1454.
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