Sonntag, 3. Februar 2008

Lernprobleme und Aufschieberitis bei Studenten mit ADHS

Bei Audimax (online bzw. in der Dezemberausgabe der Studentenzeitschrift) ist ein Interview mit mir veröffentlicht, dass sich mit den Lern- und Studienproblemen von ADHS-Studenten beschäftigt.
Studieren mit ADHS wird ja vielleicht von einigen Ärzten noch als "unmöglich" angesehen, da für viele Psychiater ein Abitur bei Vorliegen eines Hyperkinetischen Syndroms gar nicht möglich erscheint. Nach meiner Erfahrung ist es aber eher so, dass gerade intelligentere Schüler lange Zeit Defizite "kompensieren" können. Sei es durch viel häufigeres Auswendiglernen oder aber eben auch durch intuitives Erfassen des Stoffes. Mit zunehmenden Anforderungen an Selbstorganisation und eigene Planung des Studienstoffes treten dann aber die typischen Probleme auf. Häufig stehen dann eher depressive Symptome bzw. starke Stimmungsschwankungen, Antriebsmangel oder aber auch starke Wut und Anspannung im Vordergrund der Symptome. Gerade wenn stark wechselnde Diagnosen (einschliesslich Persönlichkeitsstörungen) und jahrelange Therapiebemühungen frustran verlaufen, sollte man auch an ADHS bei einem Studenten denken. Bei Frauen auch immer häufiger Essstörungen (Bulimie, Binge eating Störung aber auch Adipositas). Da denken dann die wenigsten an eine entsprechende Problematik.
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