Sonntag, 4. Januar 2009

Achtsamkeit zur Stressbewältigung

wer mir noch vor einigen Jahren erzählt hätte, dass sich Ansätze aus dem Buddhismus inszwischen locker mit der Verhaltenstherapie zur Stressbewältigung integrieren lassen, der wäre von mir sicher ausgelacht worden. Sicher, Lachen und Humor kann auch eine Ressource sein. Und schon seit vielen Jahren habe ich Ansatze der Mindfulness-based Therapie in der Behandlung von Borderline-Patienten angewandt, weil die Dialektisch-behaviorale Therapie nach Linehan dort gewaltige Anleihen macht.

Die Besonderheiten der Achtsamkeit liegt darin, dass man ohne Bewertung und ohne direkten Handlungs- und Veränderungsimpuls eine Situation wahrnimmt und bewusst erlebt. Dies kann sich auf das Atmen, auf die 5 Sinne oder auch bewusste Handeln im Alltag beziehen. Achtsamkeit ist nicht gleichzusetzen mit Aufmerksamkeit oder Konzentration. Es ist eher eine Haltung, die aber eben auch in bewussten Übungen therapeutisch eingesetzt werden kann. Mehr dazu findet man auf den Seiten einer Fachorganisation, die sich um die Förderung der Mindfulnes-Based-Therapy auch in Deutschland kümmern will.

http://www.mbsr-deutschland.de/
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