Montag, 24. September 2012

Adipositas-Chirurgie: Diabetes-Risiko wegschneiden

Adipositas-Chirurgie: Diabetes-Risiko wegschneiden

"Nehmen Sie ab, sie bringen sich sonst um". Wer unter schwerer Adipositas Grad 2 oder 3 leidet, wird dies von seinem Hausarzt schon genug gehört haben. Nur leider ist es gar nicht so einfach, Gewicht abzunehmen und die Bewegung zu steigern. Und die Folgeprobleme wie Diabetes melltitus warten nicht darauf, dass nun der Abnehmerfolg einsetzt. Eine Operation führte in der zitierten Studie zu einer Gewichtsreduktion von 20 kg! Durchschnittlich ! Sonst gilt es schon als Erfolg, wenn Patienten im Folgejahr nicht 5 Prozent mehr an Gewicht ZULEGEN.

In unserer Klinik haben wir immer wieder Patientinnen und Patienten mit Adipositas, bei denen die Krankenkasse eine bariatische Operation zur Gewichtsregulation verweigert. Das kann aus esspsychotherapeutischer Sicht sinnvoll sein. Immer dann, wenn eine wirliche psychogene Essstörung wie eine Binge eating Störung vorliegt, mag ein Magenband oder eine Magenverkleinerung zwar attraktiv klingen, aber eben ohne parallele Bearbeitung der psychogenen Problematik wenig dauerhaft helfen.

Andererseits häufen sich die Studien, die eben den Nutzen von Operationen belegen. Eine Operation hat somit mindestens den doppelten postiven Effekt wie die immer und immer wieder vergeblich angemahnten Veränderungen des Lebensstils. Wenn von 13 adipösen Patienten dann nach der Op 10 keine Zuckerkrankheit entwickeln, die es sonst erwischen würde, ist das für mich ein gewichtiges Argument.
Kommentar veröffentlichen

Interessante Paychologie und Psychiatrie Blog-Posts