Montag, 24. September 2012

Überstunden und Wochenendarbeit :Depressionen und Burnout durch zu viel Arbeit ?

Wer häufiger Überstunden machen muss bzw. am Wochenende arbeitet, ist häufiger psychisch krank. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der AOK zu Fehlzeiten.

Nun habe ich selber gerade einen Wochenenddienst in der Klinik hinter mir, so dass mich die Studie hinsichtlich Burn out -Gefährdung schon nachdenklich macht. Das Problem ist ja, dass sich in der heutigen Arbeitswelt die Grenzen zwischen Beruf und "Freizeit" immer weiter verwischen. Mein Dinest in der Klinik wird teilweise als Freizeit gesehen, was natürlich ein Witz ist. Schlafstörungen bzw. eben Erschöpfung und psychosomatische Probleme sind dann gehäuft, wenn das Ausgleichsprogramm bzw. die Einbindung in eine intakte Gemeinschaft mit Freizeitaktivitäten, Familie oder Kirche-/ Vereinsarbeit fehlt. Und wer kann sich das noch neben den Überstunden oder Zusatzarbeit leisten ?

Üblicherweise ist es aber eher so, dass eben auch weit schlechter bezahlte Berufe mit Schicht- und Wochenendarbeit bzw. erwarteten Überstunden bzw. fehlender Grenze zwischen Beruf und "frei" betroffen sind. Immer mehr Menschen müssen einen zweiten Beruf auf 400 Euro -Basis machen, damit sie überhaupt über die Runden kommen.

Gerade Alleinerziehende sind hier in der Armutsfalle. Burnout ist also nicht nur ein Problem der Manager oder Lehrer. Burnout ist auch ein gesellschaftliches Problem.
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