Samstag, 22. September 2012

Tabuthema: Das Geheimnis um die Psyche der Fussball-Stars

Was war das für eine mediale Aufregung in der Fußball-Bundesliga : Psychische Belastungen, Depressionen oder Burn out müssten mehr Beachtung finden. Wenn sich die Profis oder gar ihre Trainer als psychische belastet "outen" müsse wirksame Hilfe parat sein. Stimmungsschwankungen, Erschöpfung oder Angststörungen dürften kein Tabu sein. Nicht zu reden bzw. schreiben vom Thema "Homosexualität", das ja nun aber keine psychische Störung darstellt...

Alles vergessen bzw. nur Überschriften für die Bild-Zeitung oder eine Talksendung bzw. Imagepflege für die Sponsoren. Nur 2 der Bundesligavereine haben überhaupt einen Psychologen im Team. Der dann aber vermutlich eher für die "mentale Vorbereitung" auf das nächste Spiel beschäftigt sein dürfte.

Jeden Computer in der Geschäftsstelle würde man eine Systempflege oder auch mal ein Update im Betriebssystem gönnen, die Festplatte müsste auch mal wieder defragmentiert werden. Das System muss eben funktionsfähig bleiben.

Fußballprofis müssen von selber funktionieren und Leistung bringen. Eine "Systempflege" ist immer noch nur auf der rein somatischen = körperlichen Ebene über Ernährung, Physiotherapie und ggf. Massage vorgesehen.

Dabei gibt es durchaus neuere Methoden, die frühzeitiger die besonderen Belastungen von Hochleistern berücksichtigen. Fußballprofis werden nicht nur Konkurrenzdruck in der eigenen Mannschaft haben. Auch die zeitlichen Belastungen oder auch Schlafstörungen können dazu beitragen, dass sich psychische Erschöpfungssyndrome häufen. Und nicht zuletzt sind auch die tollsten Torjäger oder Weltklasse-Torhüter nicht vor einer genetischen Veranlagung geschützt, die nun einmal bei psychischen Erkrankungen wie Depressionen, ADHS oder Angststörungen nachgewiesen ist.
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