Samstag, 6. Oktober 2012

Hypnose : Wenn die Hypnose versagt

Bei etwa einem Viertel aller Menschen klappt die Hypnose nicht. Sie gelten als schwierig oder nicht hypnotisierbar, d.h. man kann sie nicht so leicht in eine Trance versetzen. Mal ganz davon abgesehen, dass man sich nach meiner Meinung nicht beliebigen Wald- und Wiesenanbietern an der nächsten Strassenecke anvertrauen sollte, die Hypnose ohne eigene wirkliche Qualifikation gegen Alles und Nichts von Prüfungsangst über Wunderversprechungen zum Abnehmen durch Hypnose in 10 Minuten  oder Raucherentwöhnung anbieten.

Aber auch bei sorgfältiger Ausbildung im Rahmen einer ärztlichen bzw. psychologischen Ausbildung zum Psychotherapeuten macht man eben die Erfahrung, dass es Klienten gibt, die nicht so leicht in eine für die Hypnose notwendige Trance zu versetzen sind.

Eine amerikanische Arbeitsgruppe untersuchte nun mit den Methoden der funktionellen Bildgebung, welche biologischen Vorgänge daran beteiligt sein könnten. Dabei fanden die Forscher Abweichungen in Zentren, die für die fokussierte Aufmerksamkeit verantwortlich sind. Das sind übrigens auch Bereiche, die bei Klienten mit ADHS auffällig sein können. Besonders im dorsolateralen praefrontalen Cortex und dem dorsolater anterioren cingulären Cortex fanden sich dabei Auffälligkeiten. Dies sind Hirnareale, die eine Art "Supervisor-Funktion" für das Gehirn haben bzw. wie eine Art Flughafentower wichtige von unwichtigen Informationen trennen sollen.

Möglicherweise hilft diese Art von Forschung auch, gezielter zu entscheiden, wer denn nun für eine Hypnose geeignet sein könnte.

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