Montag, 15. Oktober 2012

Operationen zur Gewichtsreduktion verringern Schlafapnoe nicht

Sogenannte bariatische Operationen, also eine Operation zur Verringerung des massiven Übergewichts bei schwerster Adipositas, werden heute zunehmend auch in Hinblick auf die Verringerung von damit verbundenen Gesundheitsrisiken wie beispielsweise Diabetes erwogen.

Naheliegend wäre eigentlich auch, dass die durch eine solche Maßnahme erreichbare Gewichtsabnahme auch zur Reduktion der Symptomatik eines sogenannten obstruktiven Schlaf-Apnoe-Syndroms führen würde. So ist diese Form der Schlafstörung eben besonders häufig und schwerwiegend bei stark adipösen Männern und Frauen zu finden.

In einer Untersuchung wurde nun eine Magenband - Op (Gastric-Banding) durchgeführt, das zu einer ca 20 Prozent Gewichtsabnahme innerhalb von 2 Jahren führte. Eine Vergleichsgruppe unter einer "konventionellen" Behandlung zur Gewichtsabnahme erzielt immerhin eine 3 prozentige Gewichtsabnahme durch Ernährungsumstellung und Bewegung.
Trotz der signifikanten Unterschiede in der Gewichtsabnahme ergab sich hinsichtlich des Schlaf-Apnoe-Syndroms eben keine wesentliche Besserung. Sicherlich gab es individuelle Unterschiede, aber die generelle Tendenz bestätigte keinen Zusammenhang zwischen der Magenband-Op und der Besserung der Schlafstörung.

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