Montag, 19. August 2013

Alkoholkrankheit und das hyperaktive Belohnungssystem

Im Bereich der biologischen Forschung zur Alkoholabhängigkeit spielen u.a. Untersuchungen eine Rolle, die die Veränderungen der Botenstoffe im Gehirn nach dem Konsum von Alkohol anschauen.

Besonders interessant ist dabei das Dopamin, das u.a. für die Entstehung und Aufrechterhaltung von Sucht verantwortlich gemacht wird.

Eine Neue Studie der McGrill Universität untersuchte nun, das einer von vielen möglichen Faktoren bei der Entstehung von Sucht eine besonders heftige Reaktion der Dopaminausschüttung bei Konsum von Alkohol bei entsprechend gefährdeten Personen sein könnte.

Wenn nun eine starke Dopaminausschüttung erfolgt, kann dies besonders dann eine Rolle spielen, wenn weitere Erkrankungen (z.B. eine Aufmerksamkeits- und Aktivitätsstörung ADHS) bereits zu Problemen im Dopaminsystem geführt haben. Der Alkoholkonsum wäre dann auch eine Form der Selbstmedikation bei sonst unzureichender Verfügbarkeit von Dopamin.

Möglicherweise liefern derartige Studien dann Hinweise für weitergehende Therapieansätze mit Medikamenten, die auch im Dopaminsystem einwirken. Zudem sollten eben komorbide Störungen wie Hyperaktivität / ADHS unbedingt berücksichtigt und therapiert werden.
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