Dienstag, 12. November 2013

Stress macht krank : Frauen besonders gefährdet für stressbedingte Störungen wie Burnout, Fibromyalgie und Depressionen

Folgen von Stressbelastungen = Stress macht krank (Quelle TK)
Zuviel Stress macht krank. Diese im Kern bekannte Weisheit wird jetzt auch von den Krankenkassen verstärkt aufgegriffen. Hohe Stresslevel bzw. fehlende Ausweichmöglichkeiten in eigene Freiräume bzw. Kompensationsmöglichkeiten führen zu stressassoziierten Krankheiten.

Nicht nur das Burnout-Syndrom, sondern auch weitere stress-asssoziierte Probleme wie Fibromyalgie, Reizdarm-Syndrom und Erschöpfungssyndrome spielen hier eine zunehmende Rolle. Dies wiederum führt zu chronischen Kopfschmerzen und Schlafstörungen.

Dabei scheint es u.a. auch eine Rolle zu spielen, ob die emotionale Regulationsfähigkeit ein rasches Abklingen der emotionalen Erregung ermöglicht. Hier unterscheiden sich häufig Männer und Frauen in der Reaktion auf typische emotionale Belastungen. Liegen zusätzliche emotionale Regulationsstörungen vor (etwa bei ADHS-Konstitution) kann sich das Problem selbstverständlich noch stärker zeigen.

Ohne es zu pauschalisierend ausdrücken zu wollen : Viele Männer reagieren auf negative Nachrichten und Alltagssorgen eher neutral bzw. bagatellisierend oder weichen schneller aus. Natürlich gibt es hier auch negative Bewältigungsstrategien wie Alkohol oder aber verbale oder aggressive Gewaltausbrüche.

Frauen mit einer hohen emotionalen Regulationsbreite und zusätzlichem emotionalem Dauerstress haben häufig das Problem, dass sie sich schneller und stärker aufregen und nur sehr langsam wieder in einen "Normalzustand" kommen. Dies führt dann zu einer Art Daueralarmierung des Stress-Systems. Hier reicht dann der Abend, ein Wochenende oder ein Urlaub zur "Erholung" nicht mehr aus.

Laut einer Erhebung der Techniker-Krankenkasse fühlen sich so fast 2//3 der Frauen im Dauerstress, aber "nur" etwas mehr als 50 Prozent der Männer. Als typische Stressoren = Stressauslöser gelten dabei aber nicht die Kinder bzw. Erziehungsprobleme, sondern ehern Jobprobleme, finanzielle Sorgen bzw. familiäre Konflikte.

Hier ist sicher die fehlende soziale Unterstützung zusätzlich ein Problem, das besonders berufstätige Frauen beklagen.


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